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Das Gebet war die Hauptaufgabe der Nonnen. Angela Katharina empfand immer die Notwendigkeit einer größeren Hingabe und fügte somit Stunden des persönlichen Gebetes denen hinzu, die im Gemeinschaftsleben vorgesehen waren. Wenn sie keine besonderen Arbeiten ausführen musste, blieb sie im Chor (Foto) oder in einem kleinen Raum namens "cantorino" oder Winkel (Foto), um den heiligen Messen zu hören, die gewöhnlich in der Kirche (Foto) gefeiert wurden. Bevor im ganzen Kloster Stille eintrat, pflegte die Dienerin Gottes noch zwei Stunden zu beten. Sie liebte nächtliches Gebet. Wenn es möglich war, pflegte sie bis um ein Uhr morgens, besonders im Sommer, zu beten.

Als die Nonne, die die Zelle über dem Chor bewohnte, starb, bat Schwester Borgia und erhielt, in diesem Zimmer zu wohnen, obwohl es geschwärzte und zerschlagene Wände hatte. In der Tat gab es ein kleines Fenster, das mit dem Chor in Verbindung stand, durch das sie die Gemeinschaftsgebete hören konnte, als sie krank war.